Didaktik der Geographie

Afrika südlich der Sahara: Arm aber glücklich?

Afrika südlich der Sahara: Arm aber glücklich?


Dem Unterrichtsexkurs „Afrika südlich der Sahara: Arm aber glücklich?“ ist eine längere Einheit vorausgegangen, in der die Schülerinnen und Schüler bereits Grundlegendes über die Länder des Südens, die Welternährungslage, Armut und ihre Dimensionen sowie über deren Entwicklungstheorien gelernt haben. Um diese abschließende Einheit durchzuführen, hat die Lehrkraft sichergestellt, dass zwei separate Räume für die störungsfreie Durchführung zur Verfügung stehen. Zum Einen handelt es sich um einen Computerraum, in dem die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, Online-Recherche für das erfolgreiche Bearbeiten einer der Stationen durch zu führen. Zum Anderen besteht der Zugang zu einem zweiten Raum, in dem ein Fernseher bereitgestellt ist, um einen Filmausschnitt an zu sehen. Die Lehrkraft hat außerdem alle Stationen aufgebaut, sodass hierfür keine Unterrichtszeit benötigt wird.
In der nun folgenden Unterrichtseinheit wir das Thema ‚Armut’ definiert und in unterschiedlichen Dimensionen beleuchtet werden. Als Fallbeispiel wird anhand des Landes Kenia der Armutsbegriff verdeutlicht und den SuS anhand mehrerer Stationen verdeutlicht. Das Land ist sich durchaus seiner negativen Situation bewusst und versucht mit verschiedenen Mitteln die Armut zu bekämpfen. Unter anderem gehört Kenia zu einem der 190 Länder, die an den „Millennium Development Goals“ teilnehmen. Die Millennium- Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sind acht Entwicklungsziele für das Jahr 2015, die im Jahr 2000 von einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der UNO, der Weltbank, der OECD und mehreren Nichtregierungsorganisationen formuliert worden sind. Diese wurden im Rahmen des so genannten Millennium-Gipfels von den Vereinten Nationen verabschiedet.
China kauft Afrika
Diese Unterrichtseinheit ist für den 13. Jahrgang innerhalb des Themenbereichs „Globalisierung und Regionalisierung: Weltwirtschaftsräume und ihre Verflechtungen“ konzipiert und umfasst eine Einzel- und eine Doppelstunde. In dieser Einheit werden zunächst der Einfluss und das Verhältnis von China zu Afrika im wirtschaftlichen Sinne ermittelt. China legt dabei einen wirtschaftlichen Hauptfokus auf die Staaten: Nigeria, Sudan, Südafrika, Angola und Ägypten. Die Einheit befasst sich hauptsächlich mit dem Sudan. Die Beziehungen zwischen Afrika und China haben sich seit 2000 um ein zehnfaches verstärkt und so findet sich Chinas Engagement in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Handel, Investitionen und Migration wieder. Auf der einen Seite investiert China vor allem in Infrastrukturmaßnahmen, Gesundheitswesen und andere gemeinnützige Projekte, von der die afrikanische Bevölkerung profitieren soll; auf der anderen Seite profitiert China von den dort vorkommenden Rohstoffen, darunter vor allem Erz, Gas, Öl, Holz und landwirtschaftliche Produkte so wie Fertigwaren. Hierbei ist es fraglich, ob es sich um eine Win-Win-Situation handelt oder eher ungleicher Austausch entsteht, bei dem Afrika zu einer zuarbeitenden Peripherie Chinas wird. Aufgrund der drastischen Veränderungen im letzten Jahrzehnt stellt sich die Frage, inwieweit Chancen und Risiken für Afrika bestehen und ob es sich bei der chinesisch-afrikanischen Zusammenarbeit um nachhaltige Entwicklung handelt.
Die beiden Stunden gliedern sich wie folgt. Als Einstieg werden Überschriften aus Zeitungen mit dem Tageslichtprojektor an die Wand projiziert, von den SuS vorgelesen und im Unterrichtsgespräch diskutiert. Anschließend zeigt die Lehrkraft den Film „Was will China in Afrika?“, so dass die SuS den vorbereiteten Fragebogen ausfüllen und dann vergleichen können. Als Hausaufgabe sollen die SuS sich eine der Headlines aussuchen und dazu einen kurzen Zeitungsartikel schreiben. Die folgende Stunde ist für 90 Minuten konzipiert. Die SuS bearbeiten in Gruppen verschiedene Arbeitsblätter, präsentieren ihre Ergebnisse, bereiten einen Diskussionsleitfaden vor und diskutieren die Thematik. Schließlich wird gemeinsam ein Tafelbild erstellt, woraufhin abschließende Arbeitsblätter bearbeitet werden.

 

 

 

Die Materialien werden interessierten Lehrerinnen und Lehrern auf Anfrage gerne zur Verfügung gestellt.

 

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